Am frühen Sonntagmorgen hat es in Wattenscheid eine Schießerei mit zwei
(schwer-) verletzten Personen gegeben. Die geflohenen Täter vermutete
die Polizei im Flüchtlingsheim in der Emilstraße. Daraufhin stürmte ein
Sondereinsatzkommando mit ca. 100 Einsatzkräften das Flüchtlingsheim.
Alle Wohnungstüren wurden aufgebrochen und alle männlichen Bewohner
vorübergehend festgenommen.
Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat Uwe Vorberg:
„Auf uns macht das einen sehr aggressiven Eindruck und uns stellt sich
die Frage, ob das Vorgehen angemessen war. Schließlich handelt es sich
bei den Flüchtlingen um Menschen, die vielfach traumatisiert sind und
oft schlechte Erfahrungen mit den heimischen Sicherheitskräften
gesammelt haben. Allein 50 Kinder waren von diesem Einsatz betroffen.
Wie wir auf Nachfrage bei der Sozialamtsleiterin erfuhren, soll der
Einsatzleiter den Vorgang als normal bezeichnet haben. Zu der Frage, ob
dieser Einsatz wirklich angemessen und normal war, hat unsere
Landtagsfraktion im dafür zuständigen Innenausschuss nächste Woche
Donnerstag um eine Stellungnahme gebeten. Des Weiteren werden wir das
Thema im Bochumer Polizeibeirat thematisieren.
Wichtig ist es jetzt, dass die betroffenen Flüchtlinge mit ihren
Ängsten nicht allein gelassen werden. Nach Auskunft des Sozialamtes
steht den HeimbewohnerInnen rund um die Uhr ein Gesprächspartner zur
Verfügung.“
Die Fragen an den Innenausschuss: