Die Linksfraktion hatte im Oktober eine Anregung des ADFC aufgegriffen
und den Antrag gestellt, im Bereich Wittener
Straße/Ferdinandstraße/Düppelstraße mit einigen
Farbmarkierungen und einer Bordsteinabsenkung eine bessere
Radverkehrsführung herzustellen. Anlässlich des Umweltausschuss am
kommenden Donnerstag teilt die Verwaltung jetzt mit, dass sie dafür
keine Veranlassung sieht.
Diese Ablehnung der Verwaltung stößt auf Unverständnis der
Linksfraktion. Die Verwaltung begründet ihre Blockadehaltung damit, dass
die jetzige Regelung mit den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA
2010) im Einklang sei. Diese Behauptung kann die Linksfraktion nicht
nachvollziehen, denn die ERA sieht keine gemeinsame Nutzung von
Fußgänger- und Radverkehr an unübersichtlichen Kreuzungen vor, und
das schon gar nicht gegen die Fahrtrichtung.
„Das ist in mehrerer Hinsicht sehr ärgerlich“, so der Sachkundige
Bürger der Linksfraktion, Sebastian Michaelis. „Denn es würde nur
einen geringen Aufwand erfordern, den seit Jahrzehnten bestehenden
Problembereich im Bereich Wittener Straße/Ferdinandstraße/Düppelstraße
zu lösen. Zudem wird bereits im „Pilotprojekt Radwege- und
Beschilderungsplan Bochum“ aus dem Jahre 1988 eine Lösung für diesen
Bereich gefordert und beschrieben. Seit 25 Jahren ist das Problem also
bekannt und es hat sich nichts getan! Dass die Verwaltung jetzt trotzdem
mitteilt, dass eine Verbesserung dort nicht nötig sei, ist der Gipfel an
Ignoranz.“
Verärgert ist die Linksfraktion auch darüber, dass die Verwaltung keine
eigenen Vorschläge macht, wie eine verbesserte Radverkehrsführung dort
aussehen könnte. „Wir werden im Umweltausschuss prüfen, wie ernst es den
anderen Parteien mit einer Verbesserung für den Fahrradverkehr ist und
unseren Antrag erneut einbringen“, so Sebastian Michaelis
abschließend.