Überrascht musste die Ratsfraktion DIE LINKE der Presse entnehmen, dass
es in der Beratungskooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg
Planungen über einen massiven Stellenabbau bei der Stadtverwaltung geben
soll.
„Wir halten nichts davon, wenn in so einer sensiblen Frage ständig eine
neue Sau durchs Dorf getrieben wird“, ärgert sich der
Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Uwe Vorberg. „Bis jetzt ist im
Lenkungsausschuss mit der Bezirksregierung bzw. in anderen politischen
Gremien nie die Rede von einem Stellenabbau gewesen, der über die
bereits beschlossenen Zahlen hinausgeht. So ein Vorgehen ist für die
Beschäftigten in der Stadtverwaltung unzumutbar und schürt unnötige
Ängste. Auch wir als Fraktion wollen nicht aus der Presse von solchen
Planungen erfahren.“
Die Linksfraktion hält einen massiven Stellenabbau auch in der Sache
für nicht gerechtfertigt. Schließlich ist die Stadtverwaltung ein
wichtiger Dienstleister für die rund 365.000 Menschen, die in Bochum
leben. Sie alle erwarten gute Kindergärten, Schulen und Musikschulen,
pünktliche Busse und Straßenbahnen, sauberes Trinkwasser, gepflegte
Sportanlagen und Bäder, eine Bücherei und effektive Bürgerbüros, kurzum:
die Bereitstellung der Öffentlichen Daseinsvorsorge.
„Schon heute beschweren sich viele Bürgerinnen und Bürger darüber, dass
es an vielen Stellen hapert. Wie soll Bochum dann aussehen, wenn noch
mehr Personal wegfällt?“, fragt sich Uwe Vorberg.