Mitte September beginnen die abschließenden Beratungen der
Schulentwicklungsplanung für die Bochumer Sekundarschulen. DIE LINKE. im
Rat fordert, alle Hauptschulen auslaufen zu lassen und dafür in allen
Bezirken, auch im Norden und in Wattenscheid, integrierte
Sekundarschulen oder Gesamtschulen anzubieten. „Wünschenswert wäre es,
wenn auch das eine oder andere Gymnasium den Weg zur integrierten
Sekundarschule entdecken würde“, so Ralf Feldmann, Ratsmitglied der
LINKEN im Ausschuss für Bildung und Wissenschaften.
„DIE LINKE hält an ihrem Ziel „Eine Schule für alle“ fest“, stellt
Feldmann klar. „Schade, dass sich SPD und Grüne von ihren
Wahlkampfversprechen verabschieden und im Landtag keine Reformmehrheit
suchen.“ Mit flächendeckenden Sekundarschulen möchte die Linksfraktion
in Bochum wenigstens einen kleinen Schritt nach vorn machen. Doch SPD
und Grüne wollen schnell zum Ende kommen. Schon im Oktober soll der
Schulentwicklungsplan für den Sekundarbereich im Ausschuss vorliegen.
Nur zwei weitere Sekundarschulen in Langendreer und Dahlhausen, wie es
SPD und Grünen offenbar vorschwebt, reichen nicht aus. „Ich fürchte, sie
werden sich sogar dem Wunsch der Hans-Böckler-Realschule widersetzen,
Sekundarschule zu werden“, bringt Feldmann seine Sorge zum Ausdruck.
„Nicht auszuschließen, dass Hauptschulen überleben sollen – bei
zuletzt gerade mal 78 Anmeldungen in ganz Bochum und obwohl Ende Juni
von 581 Hauptschulabgängern nur 85 einen Ausbildungsplatz hatten.“
SPD und Grüne hatten zwar immer wieder - auch in Bochum - „Eine Schule
für alle“ und „Länger gemeinsam lernen“ gefordert. Im Gegensatz dazu
wollen sie jetzt auf Landesebene gemeinsam im rotgrünschwarzen
„Schulfrieden“ nicht nur das Sortiersystem nach Klasse 4 aufrecht
erhalten, sondern sogar in der Verfassung festschreiben und sich damit
für die Zukunft jeden weiteren Reformspielraum nehmen. Das lehnt DIE
LINKE ab.