Erst durch die Presse hatte das Mitglied des Stadtwerkeaufsichtsrats,
Uwe Vorberg, davon erfahren, dass der Sponsoringvertrag der Stadtwerke
mit dem VfL um weitere fünf Jahre verlängert werden soll. Pro Jahr soll
der VfL 1,5 Millionen Euro von den Stadtwerken erhalten. Die
Linksfraktion will jetzt durch eine Anfrage herausfinden, was im
Vergleich ein Sozialtarif bei den Stadtwerken kosten würde und mit wie
viel Geld Amateurvereine von den Stadtwerken unterstützt werden.
Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Rat:
„Ich war doch mehr als erstaunt, dass ich von dem Vorhaben durch einen
Medienvertreter erfahren habe. Der Beschluss, den VFL jährlich mit 1,5
Millionen Euro zu unterstützen, scheint bereits im kleinen – und zwar
inoffiziellen – Kreis getroffen worden zu sein. Wir möchten jedoch
darüber auch eine öffentliche Debatte führen und haben aus diesem
Grund eine Anfrage für die kommende Ratssitzung gestellt.
Erneut wird für ein Großprojekt eine erkleckliche Summe Geldes zur
Verfügung gestellt, doch wenn DIE LINKE allein die Prüfung einer
Einführung von Sozialtarifen für Strom für finanziell schlecht
gestellte Haushalte fordert, wurde das mehrfach weggebügelt, weil kein
Geld da sei. Es zeigt sich erneut: Das Geld ist da, aber es wird lieber
in den VfL als in Sozialtarife gesteckt. Dafür sitzen immer wieder
Stadtwerke-KundInnen im Dunkeln und Kalten, weil ihnen der Strom
abgedreht wurde.
Das ist für mich nicht vereinbar. Ich werde im Aufsichtsrat gegen den
Sponsoringvertrag stimmen.“