Am 21. Juli wird vor dem Bochumer Amtsgericht der so genannte „Tortenprozess“ gegen den verdienten Bochumer Antifaschisten und Redakteur von bo-alternativ, Martin Budich, erneut verhandelt.
Benny Krutschinna, Sprecher der Jugendorganisation der Linken, Linksjugend [`solid] erklärt dazu: „Der so genannte „Tortenprozess“ vor dem Bochumer Amtsgericht behandelt nun zum zweiten Mal eine Bagatelle sondergleichen. Der Comicfigur (!) als Gegenstand des Verfahrens wurde bereits im ersten Prozess 2009 vollkommen zu Recht jegliches Gewaltpotential abgesprochen. Wir als politische Bochumer Jugendgruppe verstehen die Neuauflage des Tortenprozess als Bedrohung unserer antifaschistischen Arbeit sowie jeglichen Engagements gegen Nazis in unserer Stadt. Wenn eine gezeichnete Torte für die Staatsanwaltschaft unserer Stadt bereits „Grund“ genug für eine derartige politische Hexenjagd bietet, wenn ein verdienter und stadtbekannter Antifaschist für eine solche Nichtigkeit bereits zum zweiten Mal vor Gericht gezerrt wird, dann ist das ein politisches Zeichen der Staatsanwaltschaft an uns junge Bochumer Antifaschistinnen und Antifaschisten. Das notwendige Engagement gegen Nazis wird von der Bochumer Staatsanwaltschaft schon anlässlich von Lächerlichkeiten kriminalisiert und nicht als Pflicht aller Demokratinnen und Demokraten unterstützt. Wir fordern daher den Freispruch von Martin Budich und werden das Verfahren als Prozessbeobachter kritisch begleiten“.