2011-09-12 Opel - wie weiter in Bochum

Podiumsdiskussion

Unter dem Titel "Opel - wie weiter in Bochum?" fand am 12.09.2011 eine Podiumsdiskussion im Jahrhunderthaus Bochum statt. Auf Einladung der Bochumer LINKEN diskutierten der Betriebsratsvorsitzende von Opel Bochum, Rainer Einenkel, der DGB Vorsitzende der Region Ruhr Mark, Michael Hermund, sowie die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, Sevim Dagdelen. 

Dabei stand die Zukunft des Bochumer Opelwerkes im Vordergrund. Insbesondere wurde über die Alternativen zur Arbeitsplatzvernichtung im Bochumer Opelwerk, die Gründe für die Personalpolitik von Opel und mögliche Unterstütungsaktionen für die Opelarbeiterinnen und Opelarbeiter diskutiert.

Solidarität zahlt sich aus



Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei erklärt zur Bekanntgabe, dass Opel Bochum die betriebsbedingten Kündigungen zurück gezogen hat: “Ich freue mich sehr über die Rücknahme der Kündigungen bei Opel Bochum. Dies ist ein großer Erfolg für die betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter, den Betriebsrat, die Solidaritätsbewegungen und natürlich für die Stadt Bochum. Die offizielle Begründung, dass die Kündigungen wegen den gestiegenen Verkaufserwartungen für den Opel Zafira zurück genommen wurden, stimmt allerdings nur teils. Tatsächlich ist es schwer vermittelbar, warum Opel bei guter Auftragslage als einziger europäischer Autobauer betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen hat. Ohne den politischen Druck, die öffentliche Diskussion über diesen Skandal und die Solidarität innerhalb und außerhalb des Bochumer Opelwerks wären die Kündigungen aber wohl nicht zurück gezogen worden. Auch in Zukunft werden wir die Entwicklung bei Opel solidarisch begleiten und an der Seite der Belegschaft stehen.”

Amid Rabieh, Mitglied im Vorstand Der Linken in Bochum weiter: “Auch Die Linke Bochum freut sich über die Rücknahme der Kündigungen. Hier zeigt sich einmal mehr: Gegen die Logik der Profitmaximierung auf Kosten der Arbeiterinnen und Arbeiter hilft nur Solidarität. Es gibt genügend Beispiele von Unternehmen, die trotz guter Geschäftszahlen Kündigungen aussprechen oder Einschnitte bei den Beschäftigten verlangen. Besonders der Einsatz des Betriebsrates und hier maßgeblich das Engagement von Rainer Einenkel haben zu diesem Erfolg beigetragen. Neben den rund 4 600 Beschäftigten bei Opel Bochum sind etwa 10 000 weitere Arbeitsplätze in Bochum abhängig bei der Produktion bei Opel. Der Kampf um jeden einzelnen Arbeitsplatz ist wichtig für die Betroffenen und für die ganze Stadt. Wir Bochumerinnen und Bochumer sollten uns angesichts dieser Erfolgsgeschichte auf die Fahnen schreiben: Solidarität zahlt sich aus.”