Offene Diskussion mit den Bochumer DirektkandidatInnen

Am Montag, den 16.04. lud die Bochumer Montagsdemo die DirektkandidatInnen zur einer öffentlichen Diskussion mitten in der Kortumstraße ein. Neben der LINKEN (vertreten durch Christian Leye, Direktkandidat für den Wahlkreis 108 und Kreissprecher) kamen die Piraten und die FDP. Die SPD und Grüne, beide dank Hartz-Gesetzen und Einführung von Leiharbeit und Niedriglohnsektor maßgeblich Schuld an der Verarmung des Ruhrgebiets, glänzten durch Abwesenheit. Allerdings hatten ihre Spitzenkandidatinnen in der Kortumstraße eine gute Woche zuvor Osteier an unschuldige Passanten verteilt, möglicherweise als Entschuldigung für die Politik ihrer Parteien.

Christian Leye betonte, dass es einen echten Politikwechsel in NRW nur mit den LINKEN geben kann. Die etablierten Parteien unterscheiden sich kaum mehr in ihrer politischen Ausrichtung. Insbesondere die SPD und die Grünen vertreten die Interessen der Lohnabhängigen nicht und machen statt dessen eine Politik für Konzerne, Reiche und Banken. Nur DIE LINKE macht Druck im Parlament und auf der Straße gegen die herrschenden Zustände: Mindestlohn, Sozialticket, mehr Kita-Plätze, Millionärssteuer - all das ist nur mit der LINKEN zu haben.

Es schloss sich eine lebhafte Diskussion an über den NRW Haushalt, Sozialpolitik und Energiewende an. Während die Bochumer FDP Allgemeinplätzchen buk („Schulden? Wir wollen keine Schulden! Wollen sie Schulden? Also wir wollen die nicht!“) genügten sich die Bochumer Piraten in der selbstgefälligen Rolle „der Neuen“, die politische Inhalte einfach auch mal weglassen können (Stephanie Kotalla, Direktkandidatin der Piraten im Wahlkreis 108: „Wir haben auf unserem Programmparteitag mehr Zeit mit der Diskussion über die Kastration von Katzen verbracht als mit der Diskussion über Atomenergie. Basisdemokratie at work“).

Christian Leye zur Inhaltsleeren Politik der Piraten: „Transparenz ist wichtig, auch für DIE LINKE. Aber Transparenz alleine reicht nicht. Stellen wir uns vor, wir sind auf der Titanic. Und jetzt fordern die Piraten mehr Transparenz: die Kommandobrücke der Titanic sollte besser aus Glas sein... Es geht doch nicht darum, dass alle gleich gut zusehen können, wie wir in den Untergang segeln! Wir brauchen jemanden, der mit der Faust auf den Tisch haut und einen Kurswechsel durchsetzt! Und das macht eben nur DIE LINKE!“