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Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze

Kein Platz für die Bundeswehr auf Bochumer Berufsbildungsmesse

DIE LINKE. Bochum lehnt eine weitere Militarisierung des öffentlichen Lebens entschieden ab. In diesem Kontext sieht sie auch die vom Jugendamt der Stadt Bochum organisierte Berufsbildungsmesse, die derzeit im RuhrCongress stattfindet. Mit dabei ist die Bundeswehr. Verantwortlich dafür zeichnet Dolf Mehring, Jugendamtsleiter, Mitglied der Grünen und ehemaliger Friedensaktivist.

Die Bundeswehr versucht, an ihrem großen Stand mit schönen Broschüren und angeblich sicheren Ausbildungsplätzen Jugendliche für sich zu werben. Sicher sind diese Ausbildungsplätze jedoch überhaupt nicht, denn wer eine Ausbildung bei der Bundeswehr beginnt, muss sich zuvor verpflichten, das heißt auch, sich zu verpflichten ggf. an Auslandseinsätzen teilzunehmen. Auslandseinsätze lehnt DIE LINKE prinzipiell ab.

Durch die Ausbildungsplatzmisere erwägen Jugendliche zum Teil aus lauter Verzweiflung, eine Ausbildung bei der Bundeswehr zu beginnen, lieber zur Bundeswehr als arbeitslos. Über die Tragweite ihrer Entscheidung sind sie sich möglicherweise nicht im Klaren. Bisher sind bei solchen Einsätzen 66 BundeswehrsoldatInnen getötet und 1.600 sind nach solchen Einsätzen wegen psychischer Störungen behandelt worden. Mit der Berufsbildungsmesse bietet die Stadt Bochum der Bundeswehr eine Werbeplattform. Es wird so getan, als seien dies Jobs wie jeder andere. Das sind sie nicht!

DIE LINKE Bochum fordert die Stadt Bochum auf, in Zukunft keine Werbeveranstaltungen der Bundeswehr mehr zu unterstützen. DIE LINKE Bochum sieht die Stadt in der Pflicht, ihre eigene Ausbildungsquote zu erhöhen und ortsansässige Unternehmen und Betriebe in die Verantwortung zu nehmen und dafür zu sorgen, dass verstärkt Ausbildungsplätze geschaffen werden.

DIE LINKE Bochum bittet ihre Ratsfraktion im Sinne der Resolution tätig zu werden.

Resolution der Mitgliederversammlung DIE LINKE. KV Bochum am 28.8.2008