Keine Zwangsräumung der Villa Kunterbunt Linke in der Bezirksvertretung Ost bringt Resolution ein
Die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Ost bringt in der morgigen Sitzung eine Resolution ein, mit der sich die Bezirksvertretung gegen die von der Verwaltung angestrebte Zwangsräumung der Villa Kunterbunt bis zum 11. Dezember aussprechen soll. Dazu äußert sich Ratsmitglied Ralf-D. Lange, für Die Linke in der BV Ost:
„Statt einer Räumung fordern wir die Verwaltung auf, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eine sozial verträgliche Lösung zu entwickeln. Diese soll sowohl den Verbleib der Menschen in der Villa Kunterbunt sichern als auch Perspektiven für eine dringend notwendige Sanierung des Gebäudes eröffnen. Schließlich ist die Villa Kunterbunt seit über 40 Jahren ein lebendiger Teil der Bochumer Subkultur.“
Deshalb wäre aus Sicht der linken Fraktion eine Zwangsräumung ein sozialpolitischer Fehler, der gewachsene Strukturen und günstigen Wohnraum zerstören würde. Das Gebäude Auf den Holln 1–3 steht unter Denkmalschutz. Dennoch wurde es über Jahrzehnte hinweg von der Stadt Bochum als Eigentümerin nicht ausreichend instand gehalten, die deshalb eine besondere Verantwortung für den Erhalt des Baudenkmals hat. Dazu Ralf-D. Lange abschließend:
„Die Stadt sollte nicht auf Eskalation setzen, sondern die Chance nutzen, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ein tragfähiges Konzept für Erhalt, Nutzung und Sanierung zu erarbeiten. Eine kooperative Lösung ist sowohl aus sozialpolitischer Sicht als auch im Sinne einer verantwortungsvollen Denkmalpflege notwendig.“
