Villa Kunterbunt: Kein Strom- und Wasserstopp

Stadt Bochum soll einvernehmliche Lösung suchen.

 

Laut Angaben der Bewohner*innen der Villa Kunterbunt haben die Stadtwerke Bochum versucht, trotz laufender gerichtlicher Verfahren, die Strom- und Wasserversorgung des Hauses zu unterbrechen. Der Anwalt der Bewohner:innen hat rechtliche Schritte eingeleitet, um dies zu verhindern. Die Linke im Rat kritisiert das Vorgehen der Stadtwerke. Dazu die Fraktionsvorsitzende Wiebke Köllner:

Es wäre ein starkes Stück, trotz der gerichtlichen Entscheidung, den Vollzug der städtischen Verfügung auszusetzen, das Gebäude von der Grundversorgung zu trennen – obwohl sich weiterhin Bewohner*innen darin aufhalten. Wir fordern die Stadtwerke auf, derartige Versuche zu unterlassen.

Fraktionsvorsitzender Horst Hohmeier ergänzt: „Es kann doch nicht sein, dass die Stadtwerke sich zum Erfüllungsgehilfen der Verwaltung macht und dabei auch noch geltendes Recht verletzt.

Aus Sicht der linken Ratsfraktion ist die Unterbrechung von Strom und Wasser in einem bewohnten Haus unverantwortlich und gefährdet die Gesundheit der Menschen. Dazu Wiebke Köllner abschließend:

Wir fordern die Stadtverwaltung und die Stadtwerke auf, mit den Bewohner*innen der Villa Kunterbunt endlich eine einvernehmliche Lösung zu finden. Es muss doch möglich sein, dass nach 40 Jahren Hausbesetzung am Ende eine sozial vertretbare Lösung gefunden wird, bei der die Bewohnerinnen und Bewohner in dem Haus bleiben können, zumal die Stadt die Immobilie jahrzehntelang hat verkommen lassen.