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Batıkağan Pulat

Direktkandidat für Bochum III

Ich bin 32 Jahre alt, unterrichte seit sechs Jahren Englisch und Philosophie und sitze für Die Linke im Bochumer Stadtrat. Aufgewachsen bin ich in einer Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet: Mein Vater hat unter Tage gearbeitet, meine Mutter als Reinigungskraft. Zu studieren und später selbst Lehrer zu werden, war für mich deshalb nie eine Selbstverständlichkeit.

Heute erlebe ich jeden Tag im Klassenzimmer, was politische Entscheidungen ganz real für das Leben von Menschen bedeuten: ob eine Familie jeden Euro zweimal umdrehen muss, ob eine Schule personell ausreichend ausgestattet ist oder ob die Miete weiter steigt.

Politik verstehe ich dabei nicht allein als parlamentarische Arbeit. Mir geht es darum, vor Ort konkrete Alternativen aufzubauen: Räume zu schaffen, in denen Menschen zusammenkommen, Nachbarschaften zu organisieren und gemeinsam Dinge durchzusetzen, die zuvor vielleicht unerreichbar schienen. Für mich beginnt Politik nicht erst mit einer Abstimmung im Landtag, sondern genau dort, wo Menschen spüren, dass sie ihr Umfeld gemeinsam gestalten und verändern können.

Als Sohn einer türkischen Einwandererfamilie treibt mich zudem die Frage um, welche Rolle meine Generation heute einnimmt. Die Generation meiner Eltern und Großeltern wurde oft darauf reduziert, mit anzupacken, sich einzufügen und sich irgendwann ein Stück vom Kuchen zu erarbeiten. Für mich reicht das nicht mehr aus: Unsere Generation sollte nicht bloß fragen, wie groß ihr Anteil am Kuchen ist – wir müssen mitentscheiden, welcher Kuchen überhaupt bestellt wird.

Aus genau diesem Grund kandidiere ich für den Landtag: um meine Erfahrungen aus der Schule, den Stadtteilen und der Kommunalpolitik dorthin zu tragen, wo jene Entscheidungen getroffen werden, die vor Ort am Ende jeder und jede ganz konkret zu spüren bekommt.

Batıkağans Themen

Schule muss sich verändern

So wie es ist, kann es nicht bleiben: Unterricht fällt aus, Klassen sind zu groß und Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler geraten immer stärker unter Druck. Gute Bildung darf weder vom Elternhaus noch vom Wohnort abhängen.

Als langjähriger Lehrer und Gewerkschafter weiß er, wo die Probleme liegen. Deshalb setzt er sich für mehr Personal, kleinere Klassen, bessere Bedingungen an unseren Schulen und echte Bildungschancen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen ein.

Wenn wir keine Kultur mehr haben, haben wir nichts mehr.

Wenn wir keine Kultur mehr haben, haben wir nichts mehr. Die freie Kulturlandschaft leidet, und wenn es so weitergeht, stirbt sie langsam aus. Der Wegfall von Landesförderungen und die Unzuverlässigkeit des Kulturministeriums haben einen Flächenbrand ausgelöst.

Ich möchte gemeinsam mit euch dafür kämpfen, dass Kultur als Pflichtaufgabe von Land und Kommunen anerkannt wird. Gleichzeitig möchte ich den Druck auf das Ministerium erhöhen, damit nicht nur bereits etablierte Akteur*innen abgesichert sind, sondern auch Platz für neue entsteht.

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